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Geschichte der Kirchengemeinde Krombach

In Krombach trafen sich im Mittelalter die Handelswege von Dortmund nach Frankfurt bzw. vom Rheinland nach Hessen. Die Kirche in Krombach war eine der größeren Kirchen im Siegerland für 9 Ortschaften des Kirchspiels. Die heutige Kirche wurde von 1250-1300 erbaut. Bis heute existiert eine Gebetsglocke aus dieser frühen Bauphase.

1530 wird Krombach lutherisch. 1580 wird der Altar durch einen Tisch ersetzt und 1582 nimmt die Gemeinde den Heidelberger Katechismus an. Im 17. Jahrhundert wechseln die Religionszugehörigkeiten mehrfach: von 1628 ist die Gegenreformation in Krombach erfolgreich – 1632 wieder evangelisch – 1636 wieder katholisch – 1645 wieder evangelisch.

1706 wird der Turmhelm in Krombach durch Blitzeinschlag zerstört und barock wieder aufgebaut. Während der napoleonischen Zeit wird Ferndorf zentrale Kirchstelle.

1816 kommt das Siegerland zu Preußen, und die Gemeinde tritt 1827 der Kirche der Union mit reformiertem Bekenntnis bei.

1843 wird Olpe eine selbständige Gemeinde von Krombach.

1883 wird das Lutherhaus erbaut, und die Gemeinde erhält eine Diakonie-Station. Im ersten Weltkrieg dient das Lutherhaus als Lazarett.

1926 wird hinter der Kirche in Krombach eine Gedenkstätte für die Gefallenen errichtet. Im 3. Reich stellt sich das Presbyterium zur Barmer Bekenntnissynode und gegen die Deutschen Christen.

1958 wird die Krombacher Kirche innen renoviert.

1981 wird das Lutherhaus umgebaut (neuer Zugang, Diele).

1992 erbaut die Kirchengemeinde einen großen Fachwerkhaus-Komplex aus historischen Fachwerkhäusern mit 14 Wohneinheiten als Sozialwohnungen in Krombach. Die Fassaden müssen 2012 saniert werden.

2002 wird das Kantorhaus (ein Fachwerkhaus an der Kirche und Baudenkmal) umgebaut und saniert.

2003 bis 2006 wird die Kirche in Krombach erneut saniert, 2010 wird das in den 60er Jahren gebaute Pfarrhaus in Krombach saniert. Heute gehören nur noch rund 1.150 Gemeindeglieder zum historischen Ursprung der Gemeinde Krombach.

 

Littfeld und Eichen erhalten um 1650 eigene Kirchspielschulen und Kapellen, in denen die Lehrer Lesegottesdienste abhalten.

1794 wird die Kapelle in Eichen umgebaut. 1852/54 erhalten Littfeld und Eichen eigene Friedhöfe.

1864 wird eine neue Kapellenschule in Littfeld gebaut.

Nach dem 2. Weltkrieg wird in Eichen 1954 ein Pfarrhaus für die 2. Pfarrstelle errichtet.

1957 wird die Kirche in Eichen mit Turm und unteren Gemeinderäumen erbaut

1975 wird das Gemeindehaus in Eichen an die Kirche angebaut.

1996 werden die Gemeinderäume unter der Kirche als Jugendräume saniert.

2010 wird der Glockenturm gegen Feuchtschäden saniert.

Heute gehören rund 2.400 Gemeindeglieder zum Einzugsgebiet von Eichen.

1975 wird ein Pfarrhaus in Littfeld für die 3. Pfarrstelle errichtet.

1990 erhält Littfeld ein moderne Gemeindezentrum mit Gottesdienststätte und Jugendetage.

2010 wird das Pfarrhaus verkauft

2012 wird die 3. Pfarrstelle eingezogen.

Heute gehören rund 1.650 Gemeindeglieder zum Einzugsbereich von Littfeld.

 

1985 wird im entfernten Welschen-Ennest ein Gemeindezentrum mit Gottesdienststätte errichtet.

1988 erhält Welschen-Ennest einen frei stehenden Glockenturm, der wegen Baufälligkeit um 2009 abgebrochen wird. Das Zentrum wird bis jetzt auch von der katholischen Bevölkerung genutzt.

Heute gehören noch ca. 300 Gemeindeglieder zu diesem Standort.


Die Kirchengemeinde Krombach liegt im kommunalen Gebiet der Stadt Kreuztal, Welschen-Ennest gehört kommunal zu Kirchhundem.

Die Anzahl der Gemeindeglieder in der Kirchengemeinde hat sich stark verändert:

Ende 2001 6.621
Ende 2005 6.325
Ende 2012 5.678

z.Zt. (2014) ca. 5.500 Gemeindeglieder in 2 Pfarrbezirken mit 2 Pfarrern an 4 Standorten.